Vita

Die Sopranistin Franziska Giesemann, geboren in Blankenburg (Harz), studierte in der Gesangsklasse von Prof. Gudrun Pelker und der Liedklasse von Prof. Jan Phillip Schulze an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Ihre Masterprüfung im Fach Operngesang schloss sie mit Bestnote ab.

 

In Hochschulproduktionen in Detmold und Hannover trat sie bereits in diversen Rollen auf. Dazu zählen unter Anderen die Konstanze in Die Entführung aus dem Serail,Tatjana in Eugen Onegin, die 1. Dame in Die Zauberflöte oder die Hauptrolle der deutschen Erstaufführung der modernen Kammeroper Svadba von Ana Sokolovic.
 

Im September 2021 gab sie als „Helmwige“ in der Walküre von Richard Wagner am Stadttheater Klagenfurt am Wörthersee ihr Operndebüt unter der musikalischen Leitung Nicholas Miltons und der Regie von Aron Stiehl.
 

Gefördert von der Stiftung Edelhof Ricklingen, verkörperte Giesemann diverse Rollen bei dem Hannoveraner Freiluftfestival Oper auf dem Lande in den Jahren 2017-2021. Rollen wie Violetta oder Konstanze konnte sie dort mit größeren und kleineren Orchesterkonstellationen auf die Bühne bringen. Konzerte führten die junge Sopranistin schon in Konzertsäle auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders das Gewandhaus Leipzig stellte für sie einen Meilenstein dar, in welchem sie 2019 solistisch mit Orchester konzertieren durfte.

 

Im Jahre 2019 wurde Franziska Giesemann mit einem Stipendium des Richard-Wagner Verbandes Hannover geehrt. Im gleichen Jahr erwarb sie die Zulassung als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

 

Durch das breitgefächerte Repertoire spiegelt sie ihr großes Interesse an der Alten und Neuen Musik, sowohl solistisch als auch im Ensemble wider. Wichtige Impulse erhielt sie daher u.a. von Peter Berne, Angela Denoke, Susan Anthony, Hans Sotin, Claudia Barainsky, Manfred Trojahn und Bernward Lohr.

 

Ihr „herrlich weicher, voller Sopran, sehr gefühlsstark und anrührend“ brachte sie 2014 in das Team von Verena Stoiber und Sophia Schneider, mit welchem sie beim 14. Grazer Ring Award als „Agathe“ in der Wettbewerbsoper Der Freischütz von Carl Maria von Weber sämtliche Haupt- und Nebenpreise gewannen.

 

Geboren in eine Musikerfamilie, erhielt Franziska Giesemann bereits seit ihrer frühesten Kindheit eine facettenreiche, musikalische Ausbildung, die neben ihrer Gesangsausbildung sowohl das Violinenspiel, als auch das Klavier und Akkordeon umfasste. In all diesen Bereichen bewegte sie sich auf höchstem Niveau und erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei Jugend Musiziert und anderen Wettbewerben. Ihr jahrelanges Mitwirken im Landesjugendsinfonieorchester Sachsen-Anhalt unter der Leitung von Heribert Beissel prägten ihr musikalisches Agieren sowie die Liebe zum großen Orchester.